Aktivitäten

Frankenfahrt der Singgemeinschaft Obing

Die Teilnehmer der Fahrt vor dem Bamberger Rathaus

In bester Stimmung brachen am Freitag, den 19.10.2007, rund 30 Mitglieder und Freunde der Singgemeinschaft Obing zum Vereinsausflug nach Bamberg auf.
Die Fahrt verlief reibungslos und man bezog Quartier in Mühlendorf.
Nach der Zimmerverteilung und dem anschließenden gemeinsamen Abendessen ging die Fahrt ins wenige Kilometer entfernte Bamberg, wo die Gruppe bereits von einem „Nachtwächter“ in historischer Uniform, ausgestattet mit Laterne und Hellebarde, empfangen wurde. Auf dem durch ihn geführten Rundgang durch das nächtliche Bamberg wurden die außergewöhnlichen Facetten der Stadt auf lebendige Art vermittelt.
Dass zur damaligen Zeit der Nachtwächter auch Polizist war veranlasste ebenso zum Schmunzeln wie die Erzählung, wie Till Eulenspiegel in Bamberg für Geld aß. Auch die saftige Historie der Bamberger Marktfrau Agnes Schwanfelder, die von einem Mitglied des Domkapitels wegen des Ausspruches verklagt wurde, den später Goethe seinem Götz von Berlichingen in den Mund legte, wurde dabei nicht ausgelassen.

War schon der Freitag sehr ereignisreich, so war der Samstag geprägt durch den Besuch des Doms sowie der Jubiläumsausstellung „Unterm Sternenmantel“ - 1000 Jahre Bistum Bamberg.
Die Führung durch den Bamberger Dom St. Peter und St. Georg ging vorbei am den Altären von Tilman Riemenschneider und Veit Stoß. Der berühmte Bamberger Reiter wurde ebenso besichtigt wie das Grab des heiligen Stifterpaares Kaiser Heinrich der II. und Kaiserin Kunigunde, deren Verehrung bis heute lebendig ist.

Am Nachmittag ging die Fahrt weiter nach Vierzehnheiligen zur Besichtigung der Wallfahrtsbasilika, die den heiligen Vierzehn Nothelfern geweiht ist. Interessiert folgte man den Erklärungen des Franziskanerpaters, der sehr lebhaft die Geschichte um die Entstehung der Basilika vermittelte.

Abgeschlossen wurde der Abend mit dem gemeinsamen Essen bei dem vor allem die Hausspezialitäten „Karpfen“ und ein kräftiges „Starkbier“ den Abend abrundeten. Noch lange zog sich der Abend hin bei dem auch der Gesang nicht zu kurz gekommen ist.

Jan Diepen - Nachtwächter und
Fremdenführer mit der Skulptur von
E.T.A. Hofmann

Die Stadtführung am Sonntag begann mit einem kurzen Besuch des Naturkunde-Museums. Die anschließende Erkundung des Weltkulturerbes Bamberger Altstadt war geprägt durch die Besichtigung vieler Gebäude mit ihren historischen Geschichten.
Verblüfft waren die Besucher nicht nur von dem Anblick einer echten Gondel auf der Regnitz sondern auch von den Geschichten um E.T.A Hoffmann der von 1808-1813 in Bamberg lebte und an den eine Plastik vor dem gleichnamigen Platz erinnert. Der Schriftsteller, Jurist, Komponist, Kapellmeister, Zeichner und Karikaturist ist nicht nur durch sein Lebenswerk bekannt sondern wurde auch durch die nach ihm benannte Oper „Hoffmanns Erzählungen“ von Jacques Offenbach unsterblich.



Die Heimfahrt führte durch die „Fränkische Schweiz“ wobei man noch einen kurzen Abstecher zur Wallfahrtsbasilika Gößweinstein, die ebenfalls unter der künstlerischen Bauleitung von Balthasar Neumann erbaut wurde, unternahm. Zu Hause angekommen wurde die Gruppe von einem weißen Schnee-Teppich empfangen und man war allseits zufrieden, mit dem Wetter Glück gehabt zu haben.